© Bettina Sangerhausen

Vera Fricke ist Gleichstellungsbeauftragte im Kirchenkreis

Wed, 10 Feb 2021 10:33:03 +0000 von Bettina Sangerhausen

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Vera Fricke
Altkreis Münden. Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in der kirchlichen Arbeitswelt ist im Kirchengesetz festgeschrieben. Im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Münden ist es nun Vera Fricke, die im Alltag dabei hilft, dieses Ziel zu erreichen. Sie hat damit die Nachfolge von Edith von Behrens angetreten. Zurzeit ist Gleichstellungsbeauftragte Vera Fricke noch in der Sondierungsphase. Sie nimmt Kontakt zu den Menschen in den verschiedenen Arbeitsbereichen im Kirchenkreis auf und bringt sich als Ansprechpartnerin ins Gespräch. Sie steht dabei sowohl haupt- als auch ehrenamtlichen Mitarbeiter*Innen zur Seite. Sie appelliert an ihre Kolleginnen und Kollegen: Lieber auch bei Kleinigkeiten, die irgendwie stören, melden, bevor etwas schwelt und sich zu einem echten Ärgernis auswächst. 
Superintendent Thomas Henning hatte Vera Fricke auf die vakante Stelle angesprochen und zeigt sich sehr zuversichtlich: „Frau Fricke war nach kurzer Bedenkzeit gern bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Sie wird diese Aufgabe mit der gebotenen Verschwiegenheit wahrnehmen, Vertraulichkeit sicherstellen und sich für die Belange von Männern und Frauen einsetzen, die sich an sie wenden.“

Vera Fricke arbeitet seit Ende 2019 in Hann. Münden in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes in Teilzeit. Vorher war sie in der freien Wirtschaft berufstätig.  Sie ist verheiratet und lebt seit 1991 in Hann. Münden. Als Gleichstellungsbeauftragte zu arbeiten, so die 57-Jährige, „ist noch einmal eine andere Aufgabe, bei der man neue Erfahrungen sammeln kann, und ich habe sowieso gern Kontakt zu Menschen.“ Als Mutter von zwei – inzwischen erwachsenen – Kindern weiß sie aus eigener Erfahrung, wie schwierig es oft ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, vor allem, wenn der Rest der Familie eben nicht in der Nähe wohnt und einspringen kann. Wenn zum Beispiel Arbeitszeiten und Anforderungen der Familie nicht zusammenpassen, will sie gerne bei der Suche nach Lösungen helfen. Als Gleichstellungsbeauftragte wirkt Vera Fricke bei Personalangelegenheiten mit, arbeitet mit der Mitarbeiter*Innenvertretung und der Dienststellenleitung zusammen und bringt überhaupt den Blickwinkel Gleichstellung in die Arbeitswelt ein. Die ausgewogene Beteiligung von Frauen und Männern an Entscheidungsprozessen steht auf ihrer Agenda, aber auch die Sensibilisierung für den Abbau von stereotypen Rollenbildern, um zwei Beispiele zu nennen. 

Gerade sei ihr in einer Weiterbildung zum Thema „gendergerechte Sprache“ erst so richtig aufgefallen, wie stark Sprache das Bewusstsein und die Wahrnehmung prägt und wie wichtig es daher ist, darauf zu achten, sagt sie.  Sie sieht sich als Vermittlerin zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer*Innen, oder auch zwischen Kolleg*Innen in allen Belangen, die die Gleichstellung betreffen. Vier Wochenstunden stehen ihr für die Gleichstellungsarbeit zur Verfügung.

Termine können mit ihr flexibel vereinbart werden, und selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.