© Bettina Sangerhausen

Gut angekommen im Niemetal: Pastorin Friederike Schweizer

Wed, 05 May 2021 07:00:12 +0000 von Bettina Sangerhausen

© B. Sangerhausen
Pastorin Friederike Schweizer
Varlosen. „Hobbys? Eigentlich habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht,“ sagt Friederike Schweizer, seit Februar die neue Pastorin in den Gemeinden Niemetal-Bühren und Hemeln-Bursfelde, und lächelt. Als Jugendliche war sie in der kirchlichen Jugendarbeit aktiv. Im Studium gehörten nicht nur Luther und die Rechtfertigung, sondern auch Trauung, Taufe und Beerdigung zu ihren Schwerpunktthemen. Die Beschäftigung damit war „mit ein Grund, warum ich Pastorin geworden bin.“ Es sei total spannend zu erleben, „wie Menschen zu mir kommen und um Gottes Segen bitten“, und diese Menschen dann zu begleiten. 
Sie fühlt sich in den Gemeinden sehr freundlich aufgenommen, gleich von Anfang an.  Als sie mit ihrem Ehemann ins Pfarrhaus in Varlosen einzog, hielt auch gerade der Winter Einzug: Das war gar nicht schlecht, erzählt sie schmunzelnd, denn beim Schneeschaufeln traf man gleich die Nachbarn und kam ins Gespräch. 

Gespräche sucht sie, wo immer es trotz Corona eben geht, zum Beispiel nach dem Gottesdienst vor der Kirche oder bei Verabredungen mit den jeweiligen Ortsvorstehern. Das Gesellige falle ja leider zurzeit alles aus. Lediglich der Konfirmandenunterricht findet seit Ostern wieder persönlich statt – draußen oder in ganz kleinen Gruppen – und das sei auch gut so. Der Konfirmandenunterricht sei als eine Konstante für die Konfirmanden sehr wichtig, sagt Pastorin Schweizer. Und demnächst stehen auch Taufen und eine Trauung an, auf die sie sich schon sehr freut. 

So ist sie längst mittendrin im Gemeindeleben, das mit Varlosen, Imbsen, Ellershausen, Löwenhagen, Bühren, Hemeln, Bursfelde und Glashütte acht Ortschaften umfasst. Der Wunsch, wieder Kindergottesdienste (KiGo) anzubieten, sei schon an sie herangetragen worden, und sie möchte sehr gerne die KiGo-Teams wieder aufbauen. Die Konfirmanden hätten Lust auf Jugendarbeit, auch hier will Pastorin Schweizer ansetzen. In der Seniorenarbeit werde vermutlich dann wieder mehr möglich sein, wenn alle gegen Corona geimpft ist, so ihre Einschätzung. 

Auch ihre Ordination ist wegen der Pandemie verschoben worden und ist jetzt für Juni geplant.

Friederike Schweizer kommt aus Zell am Harmersbach, aus dem badischen Teil des Schwarzwaldes. Nach ihrem Studium in Mainz und in Heidelberg ging sie zum Vikariat nach Sehnde bei Hannover. Danach wollte sie gerne ins Umfeld von Göttingen.  Die Landschaft hier sei so ähnlich wie die in ihrer alten Heimat, sagt sie, und schwärmt von der schönen Aussicht aus dem Pfarrhausfenster in Varlosen.

Zwischen dem Fenster und dieser Aussicht liegt dann doch noch ein Hobby: Der Garten. Und ein bisschen Fitnesstraining in einem Verein steht auch noch auf dem Plan. 

Sie freue sich darauf, Menschen und Orte in ihrer Gemeinde nach und nach noch besser kennenzulernen und sagt schon jetzt überzeugt: „Ich bin gern hier.“
Quelle: Bettina Sangerhausen
Pastorin Schweizer an der Kirche in Varlosen.