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Ein Abschied und eine Neuwahl: Jan Christokat folgt auf Gerhard Reimer

Thu, 08 Jul 2021 08:25:11 +0000 von Bettina Sangerhausen

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Gerhard Reimer
Dransfeld. Ganz persönlich und mit einer guten Portion Humor hat sich Gerhard Reimer bei der Synode des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Münden, die in Dransfeld stattfand, aus seinen Ämtern verabschiedet. Die ehrenamtliche Arbeit habe ihm „immer sehr viel gegeben“, sagte er. Nun hat der 82-Jährige sich aus dieser Arbeit zurückgezogen. 
Er war zuletzt unter anderem Mitglied im Kirchenkreisvorstand und in der Synode, dort Vorsitzender des Finanzausschusses, bevor Heinz Rüngeling diese Aufgabe übernahm. 

An seinem beruflichen und privaten Werdegang ließ Reimer die Synodalen launig teilhaben und hatte dabei immer wieder die Lacher auf seiner Seite. Im Harz geboren kam er nach dem Krieg nach Volkmarshausen. Neben immer wieder neuen beruflichen Herausforderungen war er beispielsweise als Handballschiedsrichter aktiv, im Vorstand des Kreissportbundes Göttingen, in verschiedenen Funktionen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowohl örtlich als auch auf Kreisebene – davon 30 Jahre lang Vorsitzender des DRK  Wiershausen – und vor der Gebietsreform auch in der Kommunalpolitik. „Eigentlich hatte ich also für die Kirche gar keine Zeit“, scherzte er. Und doch hat er bei Gottesdiensten mitgewirkt, die Kirchliche Information verteilt, mit den Spellhof-Komödianten auf der Bühne gestanden, Geburtstagsbesuche gemacht und ältere Mitbürger betreut. Das sei nicht immer einfach gewesen, sagt Gerhard Reimer zu Letzterem, aber er habe sehr viel Dankbarkeit erfahren. 

Ab 2006 war er stellvertretendes Mitglied der Mündener Synode, ab 2013 Mitglied in Synode und Kirchenkreisvorstand und übernahm den Vorsitz im Finanzausschuss. Es sei seine Schuld, müsse er gestehen, dass Dietmar Lambach sich bereit erklärt habe, den Vorsitz der Synode zu übernehmen. Er habe ihm wortreich deutlich gemacht, dass er der beste Mann dafür sei, und sich dann selbst auch bereit erklärt, noch eine Periode dranzuhängen. 

Er dankte seinen Wegbegleitern für die sehr gute Zusammenarbeit und wünschte den Synodalen „bei allen Entscheidungen ein glückliches Händchen“. 

Den Dank gab Superintendent Thomas Henning mit einem Präsent zurück. Gerhard Reimer sei jemand, der nicht glaube, immer zu allem etwas sagen zu müssen, skizzierte er es, aber wenn er etwas sagte, „dann hatte das Gewicht“. 

Zu Reimers Nachfolger in den Kirchenkreisvorstand wählte die Synode einstimmig den 27-jährigen  Jan Christokat. Christokat, der Kirche seit seiner Konfirmation verbunden, ist Mitglied des Kirchenvorstandes der Stadtkirchengemeinde Münden und dort seit drei Jahren stellvertretender Vorsitzender. 
Quelle: Bettina Sangerhausen
Jan Christokat wurde einstimmig in die Synode gewählt.
Quelle: Bettina Sangerhausen
Superintendent Thomas Henning (rechts) dankte Gerhard Reimer für dessen hervorragendes Engagement.