© Bettina Sangerhausen

Ein Diakon für die ganze Region Mitte

Fri, 26 Nov 2021 10:24:01 +0000 von Bettina Sangerhausen

© B. Sangerhausen
Diakon Andreas Litzke
Für Kirche, Kultur und Konfirmanden ist Diakon Andreas Litzke neuerdings zuständig - und zwar im gesamten Bereich Mitte unseres Kirchenkreises. Dieses regionale Arbeiten ist neu, und mit vielen neuen Ideen hat Diakon Litzke auch seine Arbeit aufgenommen. Seine Einsegnung sollte am Sonntag, 28. November, in der St. Blasius Kirche in Hann. Münden stattfinden, ist aufrgund der Pandemie-Lage aber verschoben worden. Mehr über die Arbeit von Diakon Litzke und was es zum Beispiel mit einem neuen Advent-online-Quiz auf sich hat gibt es hier (bitte auf "Ganzen Beitrag anzeigen" klicken):
Wann beginnt eigentlich die Adventszeit? Mehrere Antworten stehen zur Auswahl. Beim Klick auf die richtige hagelt es Punkte, und ein Münzengeklimper erklingt, bei der falschen Wahl gibt´s Punktabzug. Diakon Andreas Litzke, seit 1. August im Amt für die Region Mitte im Kirchenkreis Münden, ist längst mittendrin in seinen besonderen Aufgabengebieten. So hat er für die Konfirmanden ein spielerisches online Quiz kreiert, das man auf dem Handy lösen kann. Mit der App Actionbound kann losgespielt werden.  Das schafft einen ganz neuen Zugang zum Thema Advent. Kultur und Kirche, Kirche und Tourismus, Bildungsangebote und eben die Konfirmandenarbeit stehen auf seinem Arbeitsplan. Der Bereich Mitte umfasst die Stadtkirchengemeinde Münden mit Bonaforth und Laubach, die Gemeinde Gimte-Hilwartshausen mit Volkmarshausen sowie die Gemeinden Hedemünden-Oberode und Wiershausen Lippoldshausen. 
Beruflich ist Andreas Litzke ein Quereinsteiger: Er hat Geschichte, Evangelische Theologie und Pädagogik studiert, war Projektmanager für den Pilgerweg Loccum-Volkenroda, war Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leibniz Universität Hannover, wo er den Ökumenischen Pilgerweg Via Porta umsetze und an einem deutsch-israelischen Kooperationsprojekt mitarbeitete, um einige Stationen zu nennen. Sein Anerkennungsjahr als Diakon schloss er im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf ab. Zurzeit absolviert er zusätzlich eine Ausbildung zum Prädikanten. Außer Tagungen und Gesprächen, unter anderem mit dem St. Blasius-Ausschuss, stand für ihn auch schon eine Konfirmandenfreizeit auf dem Programm. Für einige der Konfis sei das das tatsächlich erste Mal gewesen, dass sie in dieser Art mit Gleichaltrigen unterwegs waren, stellt er nachdenklich fest, wegen der Corona-Pandemie war für die Jugendlichen bisher alles ausgefallen. Man habe deutlich gemerkt, wie wichtig das Gemeinschaft-Erlebnis für sie war.
„Mit einer Diakonenstelle in einer Kirchenkreisregion begehen wir Neuland“, sagt Superintendent Thomas Henning. „Herr Litzke wird mit seiner Arbeit die Zusammenarbeit von Nachbargemeinden fördern. Eine solche Zusammenarbeit von Gemeinden werden wir als Kirchenkreis in Zukunft immer stärker fördern.“ Für die Region Mitte hat Andreas Litzke schon ein ganzes Paket an Ideen parat: Wenn das Adventsspiel per App seinen Probelauf besteht, kann – am besten mit den Konfirmanden gemeinsam – für Ostern ein neues Spiel entwickelt werden. In der Blasius-Kirche könnte er sich gut die Ausstellung Polessje-Elegie - das verlorene Land (Bilder aus der Tschernobyl-Sperrzone von Hermann Buß)“ vorstellen, eine Wanderausstellung der Landeskirche.  
Die Allgegenwärtigkeit von Smartphones möchte er auch nutzen, um Besucher*Innen die Kirchen der Region näher zu bringen: Interaktive, digitale Kirchenführungen, mit denen jeder und jede die Kirchen der Region erkunden kann, schweben ihm als längerfristiges Projekt vor. Die Kirchen stecken voller Symbolik, die man aber nur versteht, wenn man auch die Kulturgeschichte kennt, sagt Litzke. Erst dann kann man hinter die Bilder blicken, Darstellungen richtig deuten, und das macht den Besuch gleich viel interessanter. 
 „Touristen sind unterwegs. Unterwegs kann man vieles entdecken, durchaus auch Spiritualität“, sagt Diakon Litzke. Wer als Tourist unterwegs ist, nimmt die Welt anders wahr als im Alltag. Das eröffnet die Chance, die Welt als Schöpfung zu sehen, zu der auch die Kultur gehört. Der Besuch einer Kirche oder einer Ausstellung kann anregen zum Nachdenken über das Alltägliche hinaus. Hier setzt er mit seiner Arbeit an. Dass Menschen ein Bedürfnis nach Spiritualität haben, davon ist Diakon Litzke überzeugt.
Quelle: Bettina Sangerhausen
So sieht das Advents-Quiz fürs Handy aus, das Diakon Andreas Litzke für die Konfirmanden kreiert hat.